Wenn wir zum Supermarkt fahren, gibt es an der Parkplatzeinfahrt einen Kontrolleur, der drückt uns einen Zettel in die Hand, auf dem er unser Kennzeichen vermerkt hat. Beim Rausfahren geben wir diesen Zettel an seinen Kollegen. Wozu das Ganze? Um Autodiebstahl zu verhindern – kein Zettel, kein Verlassen des Parkplatzes möglich. Warum allerdings der Kassenbon am Ausgang gestempelt wird, hat sich uns noch nicht erschlossen, die Tüten werden auf jeden Fall nicht kontrolliert bzw. nur ab und an kurze Blicke reingeworfen. Andere Länder, andere Sitten! An den Kassen steht immer ein junger Mann, der einem die Einkäufe einpackt, sehr praktisch. Gut, der Verbrauch von Plastiktüten ist inflationär, andererseits müssen wir so keine Müllbeutel kaufen ;-)
Unsere Wohnung ist schön, der Ausblick über die Stadt bis hin zu den Bergen im Hintergrund ist toll. Ein bisschen wohnlicher hab ich es auch schon gemacht, ein paar Bücher und Fotos haben wir mitgenommen und noch ein bisschen anderen Kram. ZU häuslich einrichten ist auch nicht gut, wir müssen ja irgendwann auch wieder einpacken! Was ein wenig stört, sind die Gitter vor den Fenstern und das Summen der Klimaanlage des Nachbarn nachts. Aber irgendwann wird uns auch das nicht mehr auffallen! Außerdem entschädigt mich die Küche (jahaaa, mich), ich hab nämlich hier einen Gasherd mit sechs Platten zur Verfügung, da macht Kochen richtig Spass! Abends koche ich vor für den nächsten Tag, wir haben in der Büroküche eine Mikrowelle zum Aufwärmen. Lust hab ich (trotz Gasherd) nicht immer zum Kochen, aber die Alternativen wären belegte Brote oder mittags was vom Takeaway...Auch nicht ideal, zumal wir mit den Sandwiches vom Takeaway schon so unsere Erfahrungen gemacht haben und die waren nicht eben gut.
Die Tage sind schon lang: Um kurz nach fünf klingelt der Wecker, um kurz nach sechs treffen wir unseren Kollegen und fahren ins Büro. Da kommen wir gegen sieben, halb acht Uhr an – je nach Verkehr (der ist hier ein echtes Erlebnis: Rechts überholen, hupen, zu schnell fahren, rote Ampeln sind meist nur Farbtupfer in der Landschaft - aber zu diesem Thema kommt von Uli noch mehr ;-)) Von zwölf bis eins ist Mittagspause und gegen viertel vor fünf geht es wieder Richtung Valencia, wo wir meistens gegen sechs, halb sieben eintreffen. Wenn wir dann noch einkaufen müssen, dauert es noch etwas länger, zumal der Feierabendverkehr noch abenteuerlicher ist (gefühlt) als tagsüber...
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