Donnerstag, 19. Februar 2009

Heimatgefühle...




wollten bei unserem Besuch in Colonia Továr nicht so richtig aufkommen.
Es war eher amüsant, all die deutschen Namen und Bezeichnungen zu lesen, die gerne auch mal falsch geschrieben werden oder Dinge zu finden, die als "typisch deutsch" angeboten werden, uns aber in Deutschland nie begegnet sind - wem die "salsa alemana" bekannt ist, der sage es bitte! ;-)

Ein bisschen zur Geschichte des Ortes:

1843 wanderten 358 Bürger aus der Gegend des Kaiserstuhls, vornehmlich aus Endingen am Kaiserstuhl, Forchheim (Kaiserstuhl),Wyhl und Oberbergen über Le Havre nach Venezuela aus. Dort wurden sie nach einigen Wirren an ihrem heutigen Ort angesiedelt. Die Bauern pflanzten Gemüse und Obst an und brauten auch das erste Bier Venezuelas; sie bauten ihre Häuser im Fachwerkstil. Die Dorfgemeinschaft blieb bis 1942 mit eigenen Gesetzen unter sich und geriet nach und nach in Vergessenheit.
Erst nach dem Bau einer Asphaltstraße 1964 hielt die Moderne Einzug in Colonia Tovar. In den 1960er Jahren nahmen die Einwohner der Colonia Tovar, die bis heute ihre Sprache im
alemannischen Dialekt und ihre Traditionen bis hin zur alemannischen Fastnacht (Fasnet) pflegen, wieder engen Kontakt zu ihrer badischen Heimat auf. So kommt es, dass viele Nachfahren ihre Ausbildung in Deutschland machten.

(Quelle: wikipedia.de)

Es gibt schon ein paar sehr schöne, gut erhaltene oder restaurierte Häuser, die auch noch echtes Fachwerk haben. Bei den meisten sind die Balken allerdings nur aufgemalt, die auf den Speisekarten angebotenen Gerichte sind recht venezolanisiert und die angebotenen Produkte von Kitschkunsthandwerk bis Wurstwaren ziemlich überteuert. Klar, stürmen doch jedes Wochenende die Caraqueños, die Bewohner der nahe gelegenen Hauptstadt, den kleinen Ort und seine schmalen Gassen mit ihren Autos und Motorrädern. Und was Autofahren hier bedeutet, hat Uli ja bereits sehr anschaulich geschildert. Das gilt - leider - auch für ein ansonsten ganz putziges Städtchen wie Colonia Továr: Unglaublich viel Verkehr, keine Rücksichtnahme und sehr sehr viel Lärm!

Trotzdem war es ein lohnender Ausflug mit vielen "Guck mal, fast(!) wie zu Hause"-Ausrufen, den wir wiederholen wollen, denn die Umgebung ist wunderschön, das in CT gebraute Bier schmeckt lecker und Erdbeeren gibt es ganzjährig. Das nächste Mal allerdings wochentags.

Dann, so hat man uns versichert, ist es bedeutend ruhiger und das ist uns bedeutend lieber!

Dienstag, 17. Februar 2009

Autofahren (von Uli)

Oh ja, Autofahren. Eine tolle Sache in Venezuela, die nicht viel gemeinsam hat mit dem Autofahren in Deutschland. Der Verkehr fließt hier ganz natürlich und lässt sich kaum durch Verkehrschilder, rote Ampeln oder Fußgänger beeindrucken. Schilder, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen haben hier nur Richtliniencharakter. Eine rote Ampel ist in Deutschland Gesetz, auch auf einer einsamen Landstraße um 2 Uhr morgens. Nicht so in Venezuela. Sie wird zwar wahrgenommen, aber nur beachtet, wenn auch wirklich Gegenverkehr kommt. Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich an einer roten Ampel stehe und ein Linienbus direkt hinter mir hält. Busfahrer gehören zu der Spezies, die am wenigsten Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nimmt. Der Busfahrer wartet nicht ab, bis die Ampel auf grün schaltet, sondern hupt, um mir zu klar zu machen, dass ich doch bitte losfahren soll. Schließlich hat er ja einen Zeitplan einzuhalten. Rote Ampeln scheinen da nicht eingeplant zu sein.

Staus gehören zum Alltag. Die Autoschlangen sind länger, häufiger und hartnäckiger als in Deutschland. Der extreme Autoverkehr hat vor allem zwei Gründe. Erstens gibt es kaum einen öffentlichen Nahverkehr. Valencia baut gerade ein U-Bahnnetz, um die Lage zu verbessern. Aber gerade die Baustellen führen zurzeit zu weiteren Staus. Zweitens ist Benzin nicht nur billiger als in Deutschland, der Preis ist, glaube ich, Weltrekord. Ein Liter Benzin kostet umgerechnet ca. 4 Euro cent. Das sind ca. 50 cent für eine Tankfüllung. Damit ist natürlich kein finanzieller Anreiz gegeben, das Auto mal stehen zu lassen.
Das eigentlich teure am Autofahren ist die Anschaffung eines Autos. Der Mittelklassewagen Chevrolet Optra kostet umgerechnet EUR 40.000. Da verwundert es nicht, dass die Autos gefahren werden, bis sie auseinanderfallen oder nur noch durch Seile notdürftig zusammen gehalten werden. Etwas Vergleichbares zum TÜV gibt es nicht.

Schnelles Fahren empfiehlt sich nicht. Die Geschwindigkeitsbeschränkung findet zwar ebenso wenig Beachtung, wie alle anderen Verkehrsregeln, dem schnellen Fahren wird aber eine andere natürlich Grenze gesetzt: Der Zustand der Strassen. Schlaglöcher finden sich überall und in jeder Größe, selbst auf der Autopista (Autobahn). Ich habe schon Schlaglöcher gesehen in denen sich der Müll zusammen rottete oder aus denen Bäume wuchsen. Da schwindet alle Hoffnung, dass jemand das Loch mal zumachen könnte. Die Schlaglöcher auf unserer täglichen Strecke zur Arbeit kenne ich bereits alle mit Vornamen. Eines fällt mir immer besonders auf. Es ist groß wie ein Autoreifen, befindet sich auf einer Dorfstrasse und lässt sich nur im Schritttempo umfahren. Alle 14 Tage ist dieses Loch mit grobem Sand zugeschüttet. Die Erleichterung hält nicht lange an. Nach zwei Tagen ist das Loch wieder bis zu seiner natürlichen Größe und Tiefe ausgefahren.

In Wohngebieten wird das langsame Fahren durch diese Art von künstlichen Bodenwellen erzwungen, die bei zu schnellem Überfahren die Karrosserie zerlegen. Damit meinen sie es wirklich ernst. Erschwert wird es noch dadurch, dass weder Signalfarbe noch Hinweisschilder eine Vorbereitung auf das Hindernis erlauben.
Der schlechte Zustand der Strassen hindert die Verantwortlichen nicht daran, für das Befahren auch noch Geld zu nehmen. Zahlstellen für die Autopistas, die sog. „Peajes“, sind im ganzen Land verstreut. Die Bezahlung ist immer Anlass für einen weiteren Stau. Wer stets Kleingeld dabei hat, ist gut beraten. Mit umgerechnet 50 cent hat man eine Durchfahrt geschafft. An Sonn- und Feiertagen ist die Durchfahrt sogar frei.

Wenn Verkehrsregeln auch kein Anlass zum langsamer Fahren sind, die ständigen Kontrollen durch die Guardia National sind es. Auf Autopistas und auf Landstrassen stehen unvermittelt links und rechts diese roten Verkehrshütchen. Ein unverwechselbares Anzeichen für die nächste Kontrolle durch die Nationalgarde, meist bestehend aus zwei oder mehr jungen Männern mit vorgehaltener Maschinenpistole. Man wird allerdings nur in sehr seltenen Fällen angehalten. Meist haben sie es auf Lkw abgesehen. Damit wir nicht Opfer einer sinnlosen Befragung werden, unterhalten wir uns beim Passieren der Kontrollposten immer betont auffällig und vermeiden jeglichen Augenkontakt mit den „Wächtern der Strasse“. Das hilft. Bisher sind wir erst ein einziges Mal kontrolliert worden. Die Nationalgarde hilft nicht nur Schmuggler zu enttarnen, sondern assistiert auch bei der Verkehrsführung. Bei Staus bildet sie Streckenposten und weist dem Autofahrer durch wildes Gestikulieren mit der Hand die Richtung, in die er bitte und vor allem schnell zu fahren hat. Im stop-and-go-Verkehr ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Ist aber lustig und vertreibt die Zeit.

ohne Worte

...weil ich einfach keine dafür finde

E-Mail unseres Baustellenleiter von heute:

Betreff: Colaboración para el Compañero de trabajo Jorge Pérez (Sammlung für den Kollegen...)

"Manchmal ist das Leben in Venezuela schon sehr makaber,es tendiert an machen Tagen dazu,dass man das Gruseln lernt.

Unten genannter Arbeiter mit 180,-USD brutto/Monat hatte seine Mutter bei Unfall gestern verloren,da er kein Geld fuer einen Sarg hatte,hat er sie heute frueh mit zur Arbeit gebracht und um Unterstuetzung gebeten,die lag wirklich im Auto mit suesslichem Geruch.
Wenn ich einfach bezahlt haette ,haetten die alle ihre Muetter morgen frueh hier angefahren.............nicht auszudenken

so haben wir alle sammeln lassen und als er 1.000,-BsF zusammen hatte ,war er happy und fuhr wieder ab mit ihr zum Schreiner - ist schon gruselig,etwas!"

Sonntag, 15. Februar 2009

Wo wir sind...

Wir wohnen in Valencia, eine Stadt mit rund 1,4 Mio Einwohnern, ca. 160 km von Caracas entfernt. Dort haben wir ein grosses Appartement im 9. Stock eines Hochhauses im Norden der Stadt in einem "guten" Wohnviertel, mit einigen Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Die Baustelle selbst ist an der Küste in Morón, wir fahren jeden Tag mit einem anderen Kollegen rund 100 km (hin und zurück). Wie gesagt, es lässt sich leben, wenn auch Chávez Hang und Drang zum Sozialismus deutlich spürbar ist. Die Inflation galoppiert trotz Bolivares "fuerte" und es gibt auch nicht immer alles bzw. wird schon mal rationiert, z. B. nur 2 Kilo Zucker oder 1 Kilo Kaffee pro Haushalt. Oder es ist "ley seca", wie an diesem Wochenende aufgrund des heute statt findenden Referendums: Man bekommt freitags und samstags keinen Alkohol mehr zu kaufen. Der steht zwar noch in den Regalen, aber die sind mit Flatterband abgesperrt und es gibt einfach nichts.

Wenn wir zum Supermarkt fahren, gibt es an der Parkplatzeinfahrt einen Kontrolleur, der drückt uns einen Zettel in die Hand, auf dem er unser Kennzeichen vermerkt hat. Beim Rausfahren geben wir diesen Zettel an seinen Kollegen. Wozu das Ganze? Um Autodiebstahl zu verhindern – kein Zettel, kein Verlassen des Parkplatzes möglich. Warum allerdings der Kassenbon am Ausgang gestempelt wird, hat sich uns noch nicht erschlossen, die Tüten werden auf jeden Fall nicht kontrolliert bzw. nur ab und an kurze Blicke reingeworfen. Andere Länder, andere Sitten! An den Kassen steht immer ein junger Mann, der einem die Einkäufe einpackt, sehr praktisch. Gut, der Verbrauch von Plastiktüten ist inflationär, andererseits müssen wir so keine Müllbeutel kaufen ;-)

Unsere Wohnung ist schön, der Ausblick über die Stadt bis hin zu den Bergen im Hintergrund ist toll. Ein bisschen wohnlicher hab ich es auch schon gemacht, ein paar Bücher und Fotos haben wir mitgenommen und noch ein bisschen anderen Kram. ZU häuslich einrichten ist auch nicht gut, wir müssen ja irgendwann auch wieder einpacken! Was ein wenig stört, sind die Gitter vor den Fenstern und das Summen der Klimaanlage des Nachbarn nachts. Aber irgendwann wird uns auch das nicht mehr auffallen! Außerdem entschädigt mich die Küche (jahaaa, mich), ich hab nämlich hier einen Gasherd mit sechs Platten zur Verfügung, da macht Kochen richtig Spass! Abends koche ich vor für den nächsten Tag, wir haben in der Büroküche eine Mikrowelle zum Aufwärmen. Lust hab ich (trotz Gasherd) nicht immer zum Kochen, aber die Alternativen wären belegte Brote oder mittags was vom Takeaway...Auch nicht ideal, zumal wir mit den Sandwiches vom Takeaway schon so unsere Erfahrungen gemacht haben und die waren nicht eben gut.


Die Tage sind schon lang: Um kurz nach fünf klingelt der Wecker, um kurz nach sechs treffen wir unseren Kollegen und fahren ins Büro. Da kommen wir gegen sieben, halb acht Uhr an – je nach Verkehr (der ist hier ein echtes Erlebnis: Rechts überholen, hupen, zu schnell fahren, rote Ampeln sind meist nur Farbtupfer in der Landschaft - aber zu diesem Thema kommt von Uli noch mehr ;-)) Von zwölf bis eins ist Mittagspause und gegen viertel vor fünf geht es wieder Richtung Valencia, wo wir meistens gegen sechs, halb sieben eintreffen. Wenn wir dann noch einkaufen müssen, dauert es noch etwas länger, zumal der Feierabendverkehr noch abenteuerlicher ist (gefühlt) als tagsüber...

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die ersten Wochen...

oder besser gesagt, die ersten 3 Monate sind wie im Flug vergangen.

Einen kurzen Anflug von Heimweh habe ich bereits hinter mir, das war ganz am Anfang. Durch die Umstellung der Zeit, des ganzen Umfeldes etwas angeschlagen, hat der erste Brief meiner Mutter (eingescannt und mir per E-Mail gesendet von meiner Freundin) mich erst einmal in Tränen ausbrechen lassen und ich hätte am liebsten sofort wieder die Koffer gepackt. War das überhaupt Heimweh oder vielleicht doch eher überreizte Nerven und leichte Panik vor dem, was mich erwartet? Ich kann es nicht genau sagen...Ich glaube, für „echtes" Heimweh bin ich noch nicht lang genug weg! Und natürlich hilft es, dass ich nicht alleine hier bin, sondern Uli bei mir habe.

Der ein oder andere mag so seine Zweifel gehabt haben (oder noch haben), ob das funktioniert - so lang kennen wir uns noch nicht und jetzt verbringen wir nicht nur die freie, sondern auch unsere Arbeitszeit miteinander...Keine Sorge ;-) Tagsüber im Büro sehen wir uns (fast) nur zur Pause, nur die freie Zeit verbringen wir – bisher – ausschliesslich gemeinsam. Erste Kontakte werden gerade geknüpft, von meiner Seite aus mit einer venezonlanischen und einer kolumbianischen Kollegin (beide auch englischsprachig) und von seiner Seite aus durch sein Hobby mit einem peruanischen, in Valencia beheimateten Fotografen, gemeinsame mit unserem Spanischlehrer (doppelter Nutzen ;-)) und seiner Frau.

Da es für uns beide aber noch viel zu erfahren und zu entdecken gibt, ist das quasi 24/7-Zusammensein ein Muss (im positiven Sinn) und somit fallen wir uns nicht einmal in der Freizeit auf die Neven ;-) So viel davon haben wir allerdings auch gar nicht – in der Woche sind wir kaum vor 18 Uhr zu Hause und dann ist es hier dunkel. Dann wiederum unterwegs zu sein, ist nicht so ratsam. Wenn überhaupt, zu zweit und mit dem Auto. Ein abendlicher Spaziergang – kein Gedanke! Und wenn spazierengehen, dann im bewachten Park oder auf jeden Fall dort, wo sich viele Menschen aufhalten.

Ruhe und Ungestörtheit sind hier nicht gefragt, ein Beispiel: Es gibt an der nördlichen Stadtgrenze von Valencia, einen Berg oder besser, eine kleine Erhebung, ein beliebtes Ziel für die Valencianer am Wochenende. Eine halbe Stunde hinauf, eine halbe wieder hinunter, oben eine kleine Rast, unten einen frischgepressten Saft. Man hat uns dringend geraten, diesen Berg nur am Wochenende morgens oder am frühen Nachmittag aufzusuchen, wenn viele Menschen dort sind. Leert es sich, ist die Gefahr, überfallen zu werden, zu gross. Wobei man davor nie sicher sein kann: Die Familie eines Kollegen ist letzte Woche in der Nacht von Sonntag auf Montag zu Hause überfallen worden. Alle Familienmitglieder gefesselt und alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war. Es ist niemand zu körperlichem Schaden gekommen, aber solche Geschehnisse gehören hier mehr oder minder zur Tagesordnung. Wir sind sehr froh, dass wir in einem mehrstöckigen Haus wohnen und weder die Kameras in den Fluren noch die vergitterte Eingangstür geben mir ein Gefühl von ausspioniert werden oder eingesperrt sein, sondern beruhigen mich vielmehr.

Politik ist hier natürlich Thema, gerade jetzt, wo das zweite Referendum ansteht, mit dem Chávez seine zeitlich unbegrenzte Präsidentschaft zu sichern (offiziell die Möglichkeit zur Wiederwahl, klar), aber eher hinter vorgehaltener Hand. Wir als Expats mussten uns vertraglich verpflichten, uns aus allem Politischen rauszuhalten. Natürlich kommt aber immer die Frage: Und was hältst du von Chavéz? Bei den Venezolanern ist er ab Mittelschicht aufwärts kaum gut gelitten, klar, als Verfechter des Sozialismus. Nichts desto trotz halten wir uns mit Meinungen und Ansichten eher zurück. Man weiss nie so genau und noch dazu ist unser Auftraggeber ein halb staatlicher Betrieb...

Über Deutschland selbst wissen die meisten Menschen nicht viel; gelegentlich trifft man auf Venezolaner (Oberschicht), die schon mal in München oder Düsseldorf waren, wobei München überwiegt und dann das Gesamtbild prägt. Die vorherrschende Meinung über die Deutschen ist, wie so oft zu finden, „fleissig, sauber, ordentlich, organisiert, pünktlich, zuverlässig"...
Das Arbeiten hier ist anders als in Deutschland, ich hab den Eindruck, der Umgang ist herzlicher und es gibt mehr Mit- als Gegeneinander. Manchmal können die Leute einen (Deutschen) mit ihrer, nennen wir es mal Ruhe, aber auch in den Wahnsinn treiben; wenn man nach einer Sache fragt, muss man am Ball bleiben und wieder und wieder nachfragen, sondern bekommt man nie eine Antwort. Gibt natürlich auch hier Ausnahmen, wie eben überall. Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Es wird viel mehr gelacht. Kurz vor Weihnachten wurde in der Firma gewichtelt (wir waren leider zu spät dran und noch nicht dabei) und ich hab mich lang nicht so amüsiert wie beim Zuschauen an diesem Wichtelnachmittag, obwohl ich kaum ein Drittel verstanden habe....

Mein (oder vielmehr unser) Fazit nach den ersten Wochen: Man kann hier (gut) leben. Aber muss man sich arrangieren: Es gibt nicht immer überall alles, man kann nicht überall (und schon gar nicht allein) hingehen. Auf Zeit ist das für mich kein Problem, aber dauerhaft würde ich nicht hierbleiben wollen.

¡bienvenidos! - Willkommen...


...in meinem Blog.

Für die nächsten 3 Jahre ist für mich und meinen Lebensgefährten Uli Südamerika unsere Heimat, wir wohnen im Norden Venezuelas in Valencia und arbeiten auf einer Grossbaustelle in Morón an der Küste.

Um Familie, Freunde und alle Interessierten auf dem Laufenden zu halten, habe ich dieses Blog eingerichtet, in dem ich (in unregelmässigen Abständen, man möge mir verzeihen) über unser Leben, unseren Alltag hier berichten werde.

Ich freue mich über viele Leser, Kommentare und wer Fragen hat, möge fragen.
Soweit ich sie beantworten kann, werde ich das gerne machen!

Viel Spass!